Das Modellprojekt IUBA 2001 bis 2010"Unternehmen mit internationaler Unternehmensführung bilden aus"

Kurzbeschreibung des Projekts

Mit dem Förderprogramm IUBA verfolgt die Hessische Landesregierung das Ziel, Unternehmen mit Inhabern nicht-deutscher Herkunft für die Ausbildung von Jugendlichen im eigenen Betrieb zu gewinnen und somit die Zahl der Ausbildungsplätze in Hessen zu erhöhen. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wirbt IUBA bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund und ihren Eltern für das Thema Ausbildung im dualen System und unterstützt bereits gewonnene Betriebe bei der Ausbildung.

Insgesamt sollen bis zum Projektende 700 neue Ausbildungsplätze und 200 neue Plätze für eine Einstiegsqualifizierung entstehen.

Daneben sollen die in vorangegangenen Projekten entwickelten Akquise - und Beratungsstrategien und Unterstützungsformen weiter differenziert werden, um die heterogene Gruppe von Unternehmen mit internationaler Unternehmensführung gezielt anzusprechen und nachhaltig für das Duale Ausbildungssystem zu begeistern. Um diese Aufgabe zu bewältigen, wird ein modulares Konzept von Informations- und Akquisebausteinen entwickelt, das versucht, der Bandbreite von Unternehmen und deren unterschiedlichen Interessen gerecht zu werden. Dabei werden die strukturellen wirtschaftlichen Gegebenheiten der einzelnen IHK-Bezirken berücksichtigt und regionale Akteure der beruflichen Bildung (z. B. Netzwerke, Migrantenorganisationen, Trägervereine usw.) einbezogen.

Das Projekt startete am 1.7. 2008 und wird am 31.12.2010 enden. Gefördert wird IUBA durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und aus Mitteln des europäischen Sozialfonds.

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Kooperationspartner im Projekt

IUBA ist als Kooperationsprojekt angelegt, das von der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Industrie- und Handelskammern und dem Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, INBAS GmbH, gemeinsam durchgeführt wird.

Vier IHKs beschäftigen für die Dauer des Projekts als sogenannte Standort-IHKs je einen Sonderberater bzw. eine Sonderberaterin für Unternehmen mit internationaler Unternehmensführung. Standort-IHKs sind seit 01.07.2008 die IHKs Frankfurt am Main, Darmstadt, Offenbach und Kassel (in Kooperation mit dem Bildungszentrum Kassel), angeschlossen sind die IHKs Fulda, Hanau, Lahn-Dill, Limburg und Wiesbaden.

Die Aufgabenteilung zwischen den IHKs und der INBAS GmbH wurde zu Projektbeginn wie folgt vereinbart: Die Akquisition von Ausbildungsplätzen wird ausschließlich durch die Sonderberater/innen durchgeführt. Zu ihren Aufgaben gehört die differenzierte Beratung der Betriebe, teilweise sind sie berechtigt, die formale Zuerkennung der Ausbildungsberechtigung auszusprechen. Die Sonderberater/innen gewährleisten Unterstützung bei der Erledigung von Formalitäten, bei der Auswahl der Auszubildenden und nach Bedarf bei der Entwicklung eines betrieblichen Ausbildungsplans. Bei auftretenden Schwierigkeiten im Ausbildungsverhältnis stehen sie als Ansprechpartner/innen zur Verfügung.

Aufgabe der INBAS GmbH ist es, die Aktivitäten der Sonderberater/innen in den Standort - IHKs zu unterstützen. INBAS bereitet hier z.B. Akquiseaktionen vor oder baut Kontakte und Netzwerke zu wichtigen Persönlichkeiten und Institutionen auf. In den Standort – IHKs, aber auch in den angeschlossenen IHKs sorgt die INBAS GmbH zudem für den Einsatz von Adress-Scouts zur Vorauswahl von ausbildungsinteressierten Betrieben und organisiert öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen und Aktionen. Ziel dabei ist es, das „kommunikative Umfeld“ für den Einsatz der Sonderberater/innen herzustellen, d.h. dafür zu sorgen, dass Unternehmen mit internationaler Unternehmensführung in den Medien, bei Veranstaltungen ihrer Community und an vielen weiteren Orten auf das Thema "duale Ausbildung" stoßen.

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Ergebnisse aus den Jahren 2001-2010

Die derzeitigen Aktivitäten knüpfen an die Arbeit zweier sehr erfolgreicher Projekte an. Vom 01.10.2001 bis 30.09.2004 arbeiteten die Projektpartner im Projekt "IdA – Integration durch Ausbildung" zusammen. In dieser Zeit wurden bereits 871 Ausbildungsplätze gewonnen. Über die Hälfte der Ausbildungsplätze wurden im IHK-Bezirk Frankfurt gewonnen. Die anderen knapp 50 Prozent der Plätze verteilten sich auf die IHKs Offenbach, Darmstadt, Wiesbaden, Gießen-Friedberg und Kassel.

Die Aktivitäten der zweiten Projektstufe vom 1.10.2004 - 30.6.2008 – nun bereits unter dem Namen "IUBA- Internationale Unternhemen bilden aus" - trugen dazu bei, dass insgesamt mehr als 2.600 zusätzliche Ausbildungsplätze in Unternehmen mit Inhabern nicht-deutscher Herkunft bereitgestellt und mit geeigneten Jugendlichen besetzt werden können. Zusätzlich zur Neuakquise wurden die in der ersten Projektstufe gewonnenen Ausbildungsbetriebe weiter betreut, um die langfristige Erhaltung der geschaffenen Arbeitsplätze zu sichern.

Für die erfolgreiche Gewinnung der Ausbildungsplätze sind folgende Punkte ausschlaggebend:

  1. Die persönliche und fachliche Kompetenz des Sonderberaters/der Sonderberaterin,
  2. der Multiplikationseffekt durch die enge Zusammenarbeit mit Schlüsselpersonen, Einrichtungen und Vereinen in der Region,
  3. gezielte Öffentlichkeitsarbeit in Form von Informationsveranstaltungen und mehrsprachigen Informationsbroschüren.

Auch die beiden Vorgängerprojekte wurden gefördert vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und aus Mitteln des europäischen Sozialfonds.

Flagge Grossbritannien Description of the projectTitel: Description of the project Dateiname: iuba/d_pro82_iuba_english.pdf Dateigröße: 22.3 KB (PDF, 22.3 KB)

Wer mehr wissen möchte über die Arbeit von IdA und IUBA, kann über den INBAS-Buchshop die Broschüre "Über die Schwelle helfen" bestellen. Ergebnisse und Erfahrungenaus den Jahren 2001-2008 sind hier dokumentiert.