Gefragte Leute – Fachkräfte in der Gastronomie Jugendliche informieren sich über Berufe im Hotel- und Gaststättengewerbe bei einem workshop des Projektes “IUBA – Internationale Unternehmen bilden aus“ auf der Frankfurter Berufsbildungsmesse 2005
Mehr als 50 Jugendliche informieren sich auf der Berufsbildungsmesse 2005 im Workshop über Gastroberufe
Claudia hat es nicht leicht: Der Umgang mit schwierigen Gästen will gelernt sein
Beim Serviettenfalten wird aus einem Stück Stoff ein kleines Kunstwerk
Wie kann ich einen Ausbildungsplatz im Hotel bekommen: Ausbilderinnen vom Maritim-Hotel beraten
So sieht eine perfekte Bewerbung aus: Personalverantwortliche vom Sheraton-Hotel geben Tipps
Vom Hilfskellner zum Hoteldirektor: Experten vom Hotel- und Gaststättenverband informieren über Ausbildungsberufe und Aufstiegschancen
Wer hat beim workshop aufgepasst und kann alle Fragen für die Verlosung beantworten?
Claudia hat es heute nicht leicht. Ein sehr wählerisches Ehepaar muss die junge Frau bedienen, das an allem etwas auszusetzen hat. Und dabei ist sie erst in ihrem zweiten Ausbildungsjahr zur Restaurantfachfrau! Kein Wunder, dass sie am Ende die Nerven verliert und einen Gast anbrüllt.
Die Jugendlichen im großen Saal der IHK Frankfurt johlen, als die junge Frau, die in einem Lehrstück des People’s Theater die Claudia spielt, drehbuchgemäß „ausrastet“. Genauso hätten sie es auch gemacht! Das geht ja auch nicht, dass man sich alles bieten lässt, „Respekt“ ist schließlich wichtig, Job hin oder her.
Doch während der Auswertung der gezeigten Szene ändern die meisten ihre Meinung: „Cool bleiben“ wäre doch besser gewesen. Ernst nehmen muss man die Gäste, egal, wie nervig sie sind, denn schließlich lebt das Geschäft von ihnen - das sehen am Ende alle ein.
Mehr als 50 Schülerinnen und Schüler nutzten am 10.6. die Gelegenheit, sich im Rahmen der Frankfurter Berufsbildungsmesse über Berufe im Hotel- und Gaststättengewerbe zu informieren. Nach der informativen und unterhaltsamen Show des People’s Theater konnten die Jugendlichen sich mit Ausbilderinnen und Ausbildern und anderen Fachleuten unterhalten. An verschiedenen Stationen standen Berater/innen des Hotel- und Gaststättenverbandes, Ausbildungsberater/innen der Industrie- und Handelskammer und Ausbilder/innen und Personalverantwortliche von Gastronomiebetrieben als Ansprechpartner/innen zur Verfügung. Die Expertinnen und Experten beantworteten Fragen wie „Welche (Gastro)-Berufe gibt es und welcher ist der Richtige für mich?“ oder „Wie finde ich einen Ausbildungsplatz?“
Überrascht stellten viele Jugendliche fest, dass die Gastronomiebranche vielfältiger ist, als sie dachten: Fachkräfte in der Gastronomie sind zuständig für kulinarische Genüsse und für die Rundumbetreuung von Gästen. Sie arbeiten an vorderster Front in Service und Management, aber auch hinter den Kulissen, wie z.B. in einem Hotel.
Angeleitet von Auszubildenden der Bergius–Berufsschule und des Kolping–Bildungswerks konnten die Jugendlichen auch schon Tätigkeiten aus dem Berufsfeld ausprobieren. Es gab einen festlichen Tisch zu decken, Servietten zu falten und Teller mit der Hand zu balancieren.
Besonderes Highlight für viele war die Anwesenheit von Ausbildern der Sheraton- und Maritim-Hotels. Die Schülerinnen und Schüler konnten diesen ihre Bewerbungsunterlagen vorlegen - mit Erfolg: Einige konnten konkrete Betriebspraktika verabreden.
„Ich wurde spitzenmäßig beraten“
„Ich wurde spitzenmäßig beraten“, lobte dann auch eine Jugendliche. Andere fanden die Veranstaltung „sehr informativ“ und freuten sich, dass „man nachfragen konnte, wenn man etwas nicht wusste“. Für zwei junge Frauen war der workshop ein voller Erfolg: „Durch diesen Tag weiß ich, dass Hotelfachfrau der richtige Beruf für mich ist.“

Mit dem nötigen Glück konnte diese Schülerin einen Kinogutschein gewinnen.






