Staatssekretär Abeln ehrt Ausbildungsbetriebe mit Inhabern nicht-deutscher Herkunft
Der zweite Hessische Tag des ausländischen Unternehmers in Hessen fand am 8. Dezember 2005 in Frankfurt statt. Thematischer Schwerpunkt des Tages war Ethnomarketing für kleine und mittlere Unternehmen.
„Ausbildung schafft Zukunft und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: Unternehmen sichern langfristig die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen, geben dem Nachwuchs eine Chance und sorgen für qualifizierte Arbeitskräfte“ betonte Bernd Abeln, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung. Mit Unterstützung des Projekts „iuba – Internationale Unternehmen bilden aus“ – hat eine Vielzahl von Unternehmerinnen und Unternehmern mit Migrationshintergrund begonnen, ihr Potenzial als Ausbildungsbetrieb stärker zu nutzen.
Markt der Möglichkeiten
Staatssekretär Bernd Abeln, Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung
Reiner Dickmann, Vize-Präsident der IHK Frankfurt
Dr. Albrecht Magen, Stadtrat und Dezernent für Integration
Unternehmerinnen und Unternehmer, die seit 2005 neu ausbilden
Das Projekt iuba feiert seine Erfolge
Um die Erfolge des Projekts zu feiern – mehr als 1200 neue Ausbildungsplätze in kleinen und mittleren Unternehmen mit Inhabern ausländischer Herkunft sind in Hessen von Oktober 2001 bis Herbst 2005 in Betrieben mit internationaler Unternehmensführung entstanden - lud iuba auch 2005 wieder zum „Hessischen Tag des ausländischen Unternehmers“ ein.
Zum Dank für das wichtige und Zukunft sichernde Engagement der ausländischen Unternehmen für die Ausbildung junger Menschen überreichten Staatssekretär Bernd Abeln und der Vize-Präsident der IHK Frankfurt, Reiner Dickmann, Unternehmerinnen und Unternehmern, die seit 2005 neu ausbilden, Ehrenurkunden der IHK.
Die Stadt Frankfurt ehrt ihre Zuwanderer
Stellvertretend für viele wurden Betriebe wie das Frankfurter Bistro „Avocado“ geehrt – die Besitzerin hat französische Wurzeln. Urkunden erhielten neben vielen anderen auch die Zweigniederlassung der türkischstämmigen Deniz Bank (Wien) AG und die Spedition der Gebrüder Thomaidis, deren Familie aus Griechenland stammt.
Dr. Albrecht Magen, Stadtrat und Dezernent für Integration überbrachte die Grüße der Stadt Frankfurt. Dr. Magen ließ die Geschichte der Migration der vergangenen 40 Jahre in Frankfurt Revue passieren. Wo früher von „Gastarbeitern“ gesprochen wurde, stehen heute erfolgreiche Unternehmer im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Diese Unternehmer haben nicht nur für sich selbst und ihre Familie eine Existenz aufgebaut, sondern bieten auch noch Zukunftschancen für andere junge Menschen.
Migrant/inn/en sind Kund/inn/en mit großer Kaufkraft
Thema des Tages war „Ethnomarketing“. Zuwanderer sind Kunden mit beträchtlicher Kaufkraft und ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Doch wie wirken sich kulturelle Unterschiede auf das Konsumverhalten aus? Verhalten sich Migrant/inn/en als Kund/inn/en anders als Deutsche? Und mit welchen Werbe- und Marketingstrategien können sich internationale Unternehmen diese Unterschiede zu Nutze machen?
Bernhard Heider, Chefredakteur der Zeitschrift „ethnotrade“ aus Berlin, refererierte Daten und Fakten zu diesen Fragen und zeigte, wie Unternehmen Ethnomarketing – den eigenen Möglichkeiten angemessen - erfolgreich umsetzen und sich neue Kundenkreise erschließen können.
Festlich tafeln und das eigene Netzwerk fester knüpfen
Auch das Netzwerken kam nicht zu kurz: An den Informationsständen des Markts der Möglichkeiten präsentierten sich internationale Zeitschriften und Medienunternehmen, wie die türkische Zaman Media GmbH oder die russische Zeitschrift „Neue Zeiten“. Auch Unternehmerverbände wie die Deutsch-Hellenische Wirtschaftsvereinigung und der türkische Verband ATID waren vertreten.
Veranstaltungsort war der „Orient Palace“, ein bei internationalen Unternehmen beliebter Ort für Tagungen, Versammlungen und Festivitäten. Die Tagungsgäste genossen das stimmungsvolle Ambiente des Hauses und das abwechslungsreiche orientalische Buffet. Noch lange nach dem offiziellen Tagungsabschluss saßen kleine Gruppen an den festlich gedeckten Tischen und nutzten das Zusammentreffen mit den Vertreterinnen und Vertretern anderer Branchen und Nationalitäten für den persönlichen und geschäftlichen Austausch.
Anwesende Unternehmen mit internationaler Unternehmensführung, die 2005 neu ausbilden
- Avocado Le Bistro, Frankfurt am Main
- CGIL-Bildungswerk Frankfurt e.V., Frankfurt am Main
- Deutsche Vermögensberatung, Frankfurt am Main
- Europa Media AG, Frankfurt am Main
- Hacienda Mexican Restaurant GmbH, Darmstadt
- Hürriyet, Mörfelden-Walldorf
- ihlas Trade Media GmbH, Mörfelden-Walldorf
- Indian Jewellers Corner, Frankfurt am Main
- Isik Consultinmg GmbH, Mörfelden-Walldorf
- KuBi - Verein für Kultur und Bildung e. V., Frankfurt am Main
- Plus Medien TV und Handels GmbH, Mörfelden-Walldorf
- Zaman Media GmbH, Offenbach






