Ausbildung im italienischen Restaurant, im türkischen Lebensmittelgeschäft und im kroatischen Reisebüro Informationsveranstaltung am 29.03.06 in der IHK Gießen-Friedberg
Die IHK Gießen-Friedberg stellte das Projekt „iuba“ vor, das seit 2001 hessenweit bereits 1.300 neue Ausbildungsplätze bei Migrantenunternehmen geschaffen hat. Damit im IHK-Bezirk Gießen-Friedberg noch einige weitere hinzukommen, rührten die Verantwortlichen die Werbetrommel und luden Ausländerbeiräte, Migrantenunternehmen und Vertreter der Verwaltung zur Mitarbeit ein.
Am Nachmittag des 29. März konnten Ausländerbeiräte, Migrantenorganisationen, Bildungsträger, Vertreter der Agentur für Arbeit, der Stadt- und Kreisverwaltung und interessierte Privatpersonen sich in der IHK in Gießen über das erfolgreiche hessische Projekt und dessen Aktivitäten im Raum Gießen-Friedberg informieren.
Vor Ort
Sonderberater für die Region ist Kurt Schomburg. Seit Oktober 2004 hat Schomburg schon über 100 Betriebe im IHK-Bezirk Gießen-Friedberg besucht, hauptsächlich Handelsunternehmen und Gastronomiebetriebe „In der Regel sind das eher kleine Firmen, die intensiven Beratungsbedarf haben, wenn es um das Thema Ausbildung geht“, erläuterte Schomburg, „ein Besuch reicht hier meistens nicht aus, um das Ziel zu erreichen, dass ein neuer Ausbildungsplatz eingerichtet wird.“
So kamen bisher 15 neue Ausbildungsplätze zustande, bei Lebensmittelhändlern, in Reisebüros und in Restaurants. Acht Plätze sind schon besetzt, für die anderen werden im September, zu Beginn des nächsten Ausbildungsjahres, Azubis eingestellt. Damit noch viele weitere Plätze hinzukommen, rührte Schomburg die Werbetrommel für das Projekt und lud die Anwesenden zur Zusammenarbeit ein. So gibt es z.B. die Möglichkeit, als „Adress-Scout“ nach viel versprechenden Unternehmen zu suchen.
Hessen
Unterstützt wird Schomburg von Constanze Brucker von der Servicestelle der INBAS GmbH. Das Offenbacher Institut wertet die gesammelten Daten aus, knüpft Kontakte zu Verbänden und Kooperationspartnern und führt Veranstaltungen durch. Außerdem plant die INBAS GmbH die zielgruppenspezifische Öffentlichkeitsarbeit, die z.B. mit Infomaterial in verschiedenen Sprachen und einer Anzeigenkampagne in türkischen Zeitungen umgesetzt wird.
„Die Vertrauensbasis und der persönlicher Kontakt, den die Sonderberater aufbauen, ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren von iuba“, schilderte Brucker. Neben der ausführlichen Information und Beratung und der Unterstützung bei Formalitäten stehen Schomburg und seine Kolleg/innenauch langfristig als Ansprechpartner bei Problemen während der Ausbildung zur Verfügung.
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