Ausbildung im eigenen Betrieb – Ein Gewinn für alle Beteiligten Deutsch-Türkische Unternehmerverbände werben für die Einrichtung von Ausbildungsplätzen in türkischen Unternehmen
Gemeinsam mit dem vom hessischen Wirtschaftministerium ins Leben gerufenen Kooperationsprojekt iuba – Internationale Unternehmen bilden aus, das die Aufgabe hat, speziell Unternehmen mit Inhaber/innen nicht-deutscher Herkunft über das Thema Ausbildung zu informieren und zu beraten, hatten die Unternehmerverbände TIDAF und ATID sowie die Türkische Gemeinde Rhein-Main ihre Mitgliedsunternehmen eingeladen, sich am Nachmittag des 24. Mai in der IHK Frankfurt am Main über das Thema Ausbildung zu informieren und Erfahrungen auszutauschen.

- Herr Salih Bogac Güldere, Generalkonsul der Republik Türkei
In dem anschließenden Podiumsgespräch berichteten ausbildende Unternehmer über ihre Erfahrungen und betonten, dass sie das Thema Ausbildung nicht nur vor dem Hintergrund des sozialen Engagements sehen, sondern auch die Zukunft ihres Betriebes im Blick haben. "Gerade kleine und mittlere Unternehmen, die im Wettbewerb um teure, gut ausgebildete Fachkräfte mit finanzstarken Großunternehmen nicht mithalten können, sind gut beraten, wenn sie im eigenen Unternehmen selbst gut qualifiziertes Personal aufbauen", so die Frankfurter Unternehmerin Nilüfer Tunc, die in ihrer ADA Steuerberatungsgesellschaft bereits seit Jahren ausbildet. Der Unternehmen Herr Yusuf Colak hat sich im letzten Jahr entschieden, in seinem Unternehmen "Arcor Partnershop" in Frankfurt auszubilden. In den Jahren davor hatte er versucht seinen Bedarf an Fachpersonal ausschließlich mit Teilzeitkräften abzudecken, die aber häufig wechselten. Nun bildet er seine Fachkräfte selbst aus und ist mit der kontinuierlichen Unterstützung sehr zufrieden.

- Yusuf Colak-Arcor Partnershop in Franfurt am Main, Hasan Kara-Ausbildungsberater der IHK Frankfurt am Main im Projekt IUBA, Nilüfer Tunc-ADA Steuerberatungsgesellschaft Frankfurt am Main, Moderatorin Hülya Arslaner, Constanze Brucker-INBAS GmbH, Arif Arslaner-Verein für Kultur und Bildung – Kubi e.V.
Arif Arslaner, Geschäftsführer des Frankfurter Vereins für Kultur und Bildung (KUBI e.V.) hob hervor, dass die zusätzlichen Ausbildungsplätze in türkischstämmigen Unternehmen gerade auch türkischen Jugendlichen Möglichkeiten bieten, hier ihre Zweisprachigkeit einsetzen zu können.
Im Projekt IUBA kooperiert die IHK Frankfurt mit den IHKs Darmstadt, Gießen-Friedberg, Hanau, Kassel und Offenbach am Main sowie dem Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik, INBAS GmbH, das Projekt wird gefördert vom hessischen Wirtschaftministerium und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Seit Oktober 2004 wurden insgesamt 2000 Ausbildungsplätze in Unternehmen mit Inhabern nicht-deutscher Herkunft geschaffen, ein Drittel davon in Unternehmen mit türkischstämmigen Inhabern.
Flyer zur Einladung vom 24.05.07 (PDF, 1221.4 KB)






