Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel ehrt internationale Unternehmer für das Einrichten neuer Ausbildungsplätze Tag des ausländischen Unternehmers am 22.10.2007 in Darmstadt
Auch in diesem Jahr ehrte Wirtschaftsminister Alois Rhiel im Rahmen des "Tags des ausländischen Unternehmers" Inhaber von Ausbildungsbetrieben mit nicht-deutscher Herkunft. Unter dem Motto "Zukunftssicherung durch Ausbildung im eigenen Betrieb" fand heute der vierte Hessische Tag des ausländischen Unternehmers in der IHK Darmstadt statt. Ausbildende Unternehmer aus dem IHK-Bezirk Darmstadt diskutierten mit Bildungsexperten und stellten die Vorteile der Ausbildung für ihren Betrieb dar.
"Die heute ausgezeichneten Unternehmer zeigen mit ihrem Engagement für Ausbildung, dass ihnen der Zusammenhang zwischen der Qualifikation ihrer Beschäftigten und dem derzeitigen und zukünftigen Erfolg ihres Unternehmens sehr bewusst ist", sagte Rhiel.

Minister Dr. Rhiel ehrt Ausbildungsbetriebe aus den IHK-Bezirken Darmstadt, Frankfurt und Offenbach
Großes Medieninteressse beim Tag des ausländischen Unternehmers 2007
Podiumsdiskussion mit Bildungsexperten und Ausbildungsbetrieben
Dr. Alois Rhiel, Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung
Jochen Partsch, Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Rund 270 der im Rahmen des Projektes IUBA entstanden Ausbildungsplätze sind im IHK-Bezirk Darmstadt angesiedelt. Auch im hier, im südlichsten hessischen IHK-Bezirk stellen die türkischen Migrant/inne/n die größte Gruppe der ausbildenden Unternehmen. Die zweitgrößte Gruppe der Betriebsinhaber ist italienischer Herkunft. Die meisten gewonnenen Betriebe dem Hotel- und Gaststättenbereich an. Die Gastronomiebetriebe stellen auch die meisten Ausbildungsplätze zur Verfügung. Der Einzelhandel ist ebenfalls stark vertreten, aber auch die Anzahl der Ausbildungsplätze in Büroberufen hat im Laufe der Jahre zugenommen.
"Ein wichtiger Beitrag ist das Projekt deshalb, weil die meisten internationalen Unternehmer das im besten Sinne einzigartige System der deutschen Berufsausbildung nicht kennen. Es ihnen nahe zu bringen, könnten wir ohne die Unterstützung des Landes gar nicht leisten. Es ist deshalb erfreulich, dass IUBA in eine weitere Runde geht", so Claus Gilke, Leiter des Geschäftsbereichs Aus- und Weiterbildung der IHK Darmstadt, der sich über die Verlängerung des Projektes bis zum 30.6.2008 freut.
Stadtrat Jochen Partsch, Sozialdezernent der Wissenschaftsstadt Darmstadt betonte, dass alle Möglichkeiten, darunter auch das Engagement der internationalen Unternehmen, genutzt werden müssten, um die Schere zwischen den einheimischen und zugewanderten Jugendlichen hinsichtlich der beruflichen Qualifikation zu schließen. Unternehmer mit Migrationshintergrund, die Jugendliche ausbildeten, sendeten wichtige Signale aus: Für die Aufnahmegesellschaft stelle die Ausbildung einen Beweis für gelungene Integration und für die Zugewanderten einen motivierenden Identifikationsfaktor dar.
Bei einer Podiumsdiskussion stellten Claudio Zelaya vom Darmstädter Restaurant Guantanamera und sein Ausbilderkollege vom Elektronikdistributor Chip One aus Neu-Isenburg dar, wie sie sie sich von den Vorteilen der betrieblichen Ausbildung als zukunftsorientierte Unternehmensstrategie überzeugen ließen. Ein angenehmer Nebeneffekt der neu geschaffenen Ausbildungsplätze ist, dass hier auch Jugendlichen mit Migrationshintergrund neue Chancen eröffnet werden. Dr. Brigitte Scheuerle, Geschäftsführerin des Geschäftsbereichs Aus- und Weiterbildung bei der IHK Frankfurt und Nader Djafari, Geschäftsführer der INBAS GmbH, betonten, dass gerade diese Jugendlichen Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen mitbringen, die für internationale Unternehmer von großem Nutzen sein können. Yücel Akdeniz vom Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft wies nochmals darauf hin, dass Bildungsträger wie das BWHW mit Ausbildungsbegleitenden Hilfen oder der Vermittlung von Bewerbern Betriebe bei ihrer Ausbildungstätigkeit unterstützen können.
Moderiert wurde der vierte Tag des ausländischen Unternehmers von Rudy C. Meidl.
Tagungsprogramm (PDF, 1171.9 KB)
Pressemitteilung mit Liste der Unternehmen (PDF, 51.2 KB)






