Nutze deine Chancen! Schule - und was dann?

Am Mittwoch, den 6. Mai 2009 fand in der Griechischen Schule in Frankfurt – Griesheim ein Informationsabend für Schülerinnen und Schüler und Eltern statt, den das Hessische Projekt IUBA - Internationale Unternehmen bilden aus“ gemeinsam mit dem Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsverband (DHW) ins Leben gerufen hat. Rund 70 Besucherinnen und Besucher informierten sich darüber, worauf beim Übergang Schule-Beruf zu achten ist und welche Möglichkeiten den Absolvent/inn/en der griechischen Schule auf dem deutschen Arbeitsmarkt offen stehen.

Wer die griechische Schule in Frankfurt besucht, hat beste Chancen für eine Karriere in gleich zwei Ländern. Denn wer hier das Abitur macht, kann – mit entsprechenden Noten - gleich im Anschluss in Griechenland studieren. In Deutschland entspricht der Schulabschluss der Mittleren Reife, das heißt, die Abgänger/innen können sich auf (fast) alle Ausbildungsberufe bewerben und eventuell nach ihrer Lehre - mit dem Abschlusszeugnis in der Tasche - ebenfalls ein Studium abschließen.

Doch nicht allen griechischstämmigen Eltern und Jugendlichen sind die Möglichkeiten, die eine Ausbildung im dualen System bietet, bekannt. Darum organisierte die Deutsch-Hellenische Wirtschaftsvereinigung (DHW) gemeinsam mit dem vom Land Hessen geförderten Projekt „IUBA – Internationale Unternehmen bilden aus“ einen Informationsabend zum Thema berufliche Bildung, bei dem mehr als 70 Schüler/innen und Eltern die Gelegenheit wahrnahmen, ihre Kenntnisse über das deutsche System der beruflichen Bildung zu erweitern und zu vertiefen.

Impressionen

Bei seiner Begrüßung wies Stefanos Latrovalis, Vorstandsmitglied und Sektionsleiter der DHW-Mitte (für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland), darauf hin, dass besonders Schülerinnen und Schüler von griechischen Schulen oft Probleme beim Berufseinstieg haben – z.B. wenn ihnen Informationen fehlen, wie der am griechischen Schulsystem orientierte Schulabschluss im deutschen System eingestuft wird und welche Möglichkeiten das deutsche System - z.B. mit einer Ausbildung im dualen System - bietet.

Dr. Brigitte Scheuerle, Geschäftsführerin des Geschäftsbereichs Aus- und Weiterbildung der IHK Frankfurt, machte in ihrem Grußwort u. a. darauf aufmerksam, dass eine neue gesetzliche Regelung erlauben wird, drei Jahre nach einer absolvierten Berufsausbildung ein fachbezogenes Studium zu beginnen. Wer eine Ausbildung macht, kann darauf weiterhin aufbauen - Karriere mit Lehre ist somit jederzeit möglich.

Besonderes Highlight war eine Show des People’s Theater. Die Schwierigkeiten junger Leute bei der Berufswahl und die Konflikte, die hier mit Eltern entstehen können, waren Thema eines Mitmach-Theaterstückes. Schülerinnen und Schüler, aber auch Eltern beteiligten sich aktiv und lebhaft an einer Diskussion, die Bestandteil des alltagsnahen Stückes war. Gemeinsam wurde eine Lösung des dargestellten Konfliktes erarbeitet.

Damit weitere Fragen nach der richtigen Bewerbung und Berufswahl, der Praktikumssuche und den Karriere- und Verdienstmöglichkeiten nicht unbeantwortet bleiben, hatten die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, an verschiedenen Info-Tischen mit Unternehmerinnen und Unternehmern zu sprechen, die sich im DHW engagieren und selbst ausbilden. Auch Auszubildende waren da, um Fragen nach dem Ausbildungsalltag zu beantworten. Zudem standen Fachleute von der Bundesagentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammer am Main und der Frankfurter Gesellschaft für Jugendbeschäftigung den Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort.

Über eines waren sich im Anschluss an die Veranstaltung alle Beteiligten einig: An dem Thema soll und muss weiter gearbeitet werden. Die Veranstaltung kann somit als gelungener Auftakt für weitere Aktionen zum Thema Berufsausbildung gelten.