IUBA Abschlussveranstaltung am 15.11.2010 in der IHK Frankfurt am Main"Gemeinsam Perspektiven schaffen"

Bilanz nach neun Jahren Modellprojekt "IUBA – Internationale Unternehmen bilden aus": IUBA hat neue Berufschancen für junge Menschen geschaffen, Konzepte für die Zusammenarbeit mit Unternehmen internationaler Unternehmensführung entwickelt, andere inspiriert – und sich erfolgreich überflüssig gemacht

Unternehmer mit Migrationshintergrund schaffen 4.666 neue Ausbildungsplätze in Hessen

Nach neun Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit im Projekt "IUBA - Internationale Unternehmen bilden aus" zogen die Projektpartner von IUBA, die Arbeitsgemeinschaft der hessischen Industrie- und Handelskammern und das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik (INBAS GmbH), heute in Frankfurt am Main Bilanz und stellten die Weichen für die Zukunft.

4.666 Ausbildungsplätze wurden seit dem Projektstart im Jahr 2001 mit Unterstützung von IUBA in Unternehmen mit internationaler Unternehmensführung hessenweit geschaffen - mehr als die Hälfte davon im IHK-Bezirk Frankfurt am Main. Damit ist IUBA - gefördert vom Hessischen Wirtschaftsministerium mit Mitteln in Höhe von 1.130.222 Euro und mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds in Höhe von 2.143.134 Euro - in Sachen Ausbildungsplatzakquise das erfolgreichste Projekt bundesweit.

Monika Wenzel, Hessisches Ministerium für Wirtschaft,
Verkehr und Landesentwicklung
Monika Wenzel, HMWVL
"Modellprojekte sind dazu da, neue Konzepte zu entwickeln und Strategien zu erproben. Erfolgreich sind sie dann, wenn sie sich etablieren und die Nachhaltigkeit gewährleistet ist, also eigentlich dann, wenn die Projekte sich selbst überflüssig gemacht haben. In diesem Sinne war das Projekt IUBA sehr erfolgreich: Internationale Unternehmen stehen viel stärker im Fokus als vor neun Jahren, ihr Beitrag zum hessischen Wirtschaftsgeschehen und zu der positiven Ausbildungsbilanz ist unverkennbar", sagte Monika Wenzel, Vertreterin des Hessischen Wirtschaftsministeriums.

Karen Hoyndorf, Stellvertretende Präsidentin der IHK Frankfurt am Main, bilanziert für die hessischen IHKs: "Dieses Projekt ist ein wesentlicher Baustein unserer Akquiseanstrengungen im Rahmen des Hessischen Ausbildungspakts. Es hat dazu beigetragen, dass die hessischen Unternehmer die Zahl der unterschriebenen Ausbildungsverträge in den letzten Jahren deutlich gesteigert haben, sodass es im Rhein-Main-Gebiet teilweise sogar schon mehr Ausbildungsplätze als Bewerberinnen und Bewerber gibt. Das bedeutet aber auch, dass wir den Schwerpunkt der Arbeit in Zukunft auf Themen wie den drohenden Fachkräftemangel und das Matching zwischen Betrieben und Ausbildungsplatzsuchenden legen müssen.

Unternehmer und Kooperationspartner geehrt

Stellvertretend für alle anderen neu gewonnenen Ausbildungsunternehmen ehrten Hoyndorf und Wenzel den Geschäftsführer des Plattenlabels Hazelwood Music Production GmbH, Denis Gudlin. Der Unternehmer hat kroatische Wurzeln und bildet seit Beginn des Ausbildungsjahres 2009/2010 erstmals einen Veranstaltungskaufmann aus.

Dank und Anerkennung für ihr überaus großes Engagement wurde auch den wichtigsten Kooperationspartnern des Projektes ausgesprochen. "IUBA hat erreicht, dass die IHK Frankfurt nun hervorragende Kontakte zu türkischen, griechischen, russischen und kroatischen Wirtschaftverbänden hat – so ist ein Netzwerk entstanden, das auch für andere Geschäftsbereiche der IHK hochinteressant ist", so Hoyndorf.

IUBA bedankt sich - stellvertretend für alle - bei Unternehmen Multiplikator/innen und Kooperationspartnern für die gute Zusammenarbeit
IUBA bedankt sich - stellvertretend für alle - bei Unternehmen Multiplikator/innen und Kooperationspartnern für die gute Zusammenarbeit

Wenzel wies darauf hin, dass nach Projektende die Konzepte und Arbeitsansätze von IUBA weiter gegeben werden. Die hessischen IHKs planen gemeinsam mit der Handwerkskammer Rhein-Main neue Aktivitäten zur Unterstützung der Ausbildungsbereitschaft internationaler Unternehmen.

Talkrunde
Abschliessende Talkrunde. v.l.n.r. Dr. Brigitte Scheuerle, IHK Frankfurt/Main; Monika Wenzel, HMWVL; Nader Djafari und Constanze Brucker, INBAS GmbH; Stefanos Latrovalis,, Deutsch-Hellenische Wirtschaftsvereinigung e.V.; Dr. Christof Riess, HWK Rhein-Main; Hasan Kara, Sonderberater IHK Frankfurt/Main; Denis Gudlin, Hazelwood Music Production.

Download des Tagungsflyer (PDF, 1770.7 KB) mit Programmübersicht.