Europa vor Ort
Projekt IUBA ausgewählt als eines von 20 beispielhaften EU-geförderten Projekten bundesweit
Was hat es mit Europa zu tun, wenn eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Offenbacher Mathildenschule einen Mavi-Jeans-Store besucht? Sehr viel, jedenfalls wenn dieser Besuch vom Europäischen Informationszentrum Berlin organisiert und dabei das Projekt IUBA der Öffentlichkeit vorgestellt wird – als eines von 20 beispielhaften EU-geförderten Projekten bundesweit.
Besuch im Mavi Jeans-Laden
40 interessierte Bürgerinnen und Bürger
- darunter eine Gruppe von etwa 15 Offenbacher Schülerinnen und Schülern - die
sich zum Thema EU-Förderung informieren und ein gefördertes Projekt kennenlernen wollten, besuchten am 24. Juni 2010 den Mavi-Jeans Store in der Frankfurter Schillerstaße.
Denn auch bei Mavi Jeans sind mit Hilfe von IUBA Ausbildungsplätze entstanden: Die Mavi Europe AG mit Stammsitz in Dietzenbach bildet bereits seit 12 Jahren aus und stellt überdurchschnittlich viele Ausbildungsplätze zur Verfügung. Zu 25 fest angestellten Mitarbeitern kommen sieben Auszubildende in den Fachrichtungen Groß- und Außenhandel, Einzelhandel, Lagerlogistik und Visuelles Marketing. Hintergrund des Engagements für Beschäftigung ist die Grundüberzeugung des Unternehmens, dass junge Leute gezielt ausgebildet und auf ihren Beruf vorbereitet werden müssen.
Dass ein Ausbildungsplatz bei Mavi attraktiv ist, erfuhren auch die Offenbacher Mathildenschülerinnen und -schüler.
Während des halbstündigen Besuchs bestürmten sie die Mavi-Vertreter Caroline Eva Meißner und Orhon Cay mit Fragen: Was macht eigentlich Mavi und was unterscheidet Mavi-Jeans von anderen Marken? Was muss ein Kaufmann für Lagerlogistik können? Und wie wird man Azubine bei Mavi?
Ausbildung im internationalen Unternehmen
Laut Meißner und Cay ist Mavi DAS türkische Fashionlabel und seit 12 Jahren in der Türkei Marktführer. Mavi hat 192 eigene Shops in zahlreichen Ländern; die Marke wird in 50 Länder weltweit exportiert. Damit ist Mavi beispielhaft für die Unternehmen, die im Rahmen von IUBA für die Ausbildung gewonnen werden konnten: Nicht alle sind so groß und international erfolgreich, doch die meisten sind ebenso begeistert bei der Sache wie Mavi und bieten ebenso gute Zukunftschancen.
Nach dem Betriebsbesuch zog die Gruppe um in die IHK Frankfurt, um dort gemeinsam mit Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Integrationsdezernentin der Stadt Frankfurt a. M., Dr. Claudia Krah-Heller, Hessisches Ministerium der Justiz, für Integration und Europa – Abteilung für Europa und Internationale Angelegenheiten und Dr. Brigitte Scheuerle, IHK Frankfurt a. M., Geschäftsführerin des Geschäftsfeldes Aus- und Weiterbildung über europäische Förderpolitik in Hessen und aktuelle Fragen der Europapolitik zu diskutieren. Moderiert wurde die Diskussion von Dr. Andreas Apelt, Direktor des Europäischen Informationszentrums Berlin.
Migration und Integration als Förderschwerpunkt für ESF-finanzierte Projekte
Die Podiumsteilnehmer waren sich einig darüber, dass der Ansatz von IUBA, Unternehmen zuzugehen und sie zu motivieren, ihren zukünftigen Fachkräftebedarf selbst auszubilden, mittlerweile ein bundesweit anerkanntes Erfolgsmodell darstellt.
Es wurde jedoch auch festgestellt, dass in punkto Berufschancen für Jugendliche mit Migrationshintergrund noch immer großer Nachholbedarf besteht.
Hier schloss sich der Bogen zum Thema Europa, denn die Themen Migration und Integration sind auch für den Europäischen Sozialfonds zentrale Förderschwerpunkte.
Mehr über Ausbildung bei MAVI finden Sie unter dem Betriebsportrait MaviJeans.






